4.2.2018 Thermen-Marathon Bad Füssing  
Autor: Andreas Greppmeir    
     
 
ber18

Wintermarathon Haspelmoor A
Haspelmoor B
Thermen-Marathon A

Thermen-Marathon B
Neckarufer Marathon A
Neckarufer Marathon B

6h von Kelheim
Obermain Marathon A
Obermain Marathon B
Schurwald Marathon
Dreiburgenland Mara.
Bleilochultra
Leipzig Marathon

Innsbruck Alpine Trail
Trollinger Marathon
Bizau Ultra
MegaMarsch München
U.Trail Lamer Winkel
Strathearn Marathon
Stilfserjoch Marathon
Gletschermarathon
Primiero Dolomiti Mara.
Gletscher Trailrun
Allgäu Panorama Mara.
Bavarian Challenge 100
Karwendelmarsch
Sri Chinmoy 6-Std-Lauf
Arberland Ultra Trail
Einstein Marathon Ulm
Moskau Marathon
Brauereienmarathon A
Brauereienmarathon B
München Marathon

 

Der Thermen-Marathon feiert heuer sein 25-jähriges Jubiläum. Da gibt es keine Ausreden, da muss man mit dabei sein. Bernie, Charly und ich sind als langjährige Wiederholungstäter natürlich am Start, das ist eh klar. Nach längerer Laufabstinenz sind auch Iris und Mario in Bad Füssing dabei.

Schon im Vorfeld wird ein tolles Rahmenprogramm angekündigt. Günter Zahn, Fackelträger bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München stellte sich nicht nur beim Sportsymposium den Fragen des Moderators und der Zuschauer. Er brachte auch die Original-Fackel von 1972 mit nach Bad Füssing, mit der er damals das Olympische Feuer entzündete. Auch die Fackel, die Günter Zahn 2004 anlässlich der Olympischen Spiele in Athen durch München getragen hatte, wurde im Vorraum der Johannesbad-Therme ausgestellt.

Auch Manfred Steffny war an diesem Wochenende in Bad Füssing. Er ist nicht nur zweimaliger Olympiateilnehmer, sondern quasi auch der „Erfinder“ des Thermen-Marathons. In einer New Yorker Bar schlug er den späteren Organisatoren vor, mit einem Wintermarathon die saisonbedingt leeren Betten in den Bad Füssinger Kurhotels zu füllen.

Die Schirmherrschaft des Jubiläummarathons übernahm in diesem Jahr keine geringere als die mehrfache Boxweltmeisterin, Regina Halmich. Sowohl beim 10-Kilometer-Lauf, als auch beim gemeinsamen Halbmarathon- und Marathonstart gab Regina Halmich der Böllergruppe das Kommando für den lautstarken Startschuss.

Für das gewohnt günstige Startgeld wird es auch in diesem Jahr wieder freien Eintritt in die Therme an zwei Tagen, eine Nudelparty und zwei Freigetränke geben. Eine flache schnelle Strecke und ideales Laufwetter sind ebenfalls angekündigt. Wer sich den Jubiläumsmarathon entgehen lässt, ist einfach nur selber schuld. Es gibt zahlreiche Stadtmarathons bei denen trotz eines wesentlich höheren Startgelds ungleich weniger geboten wird. Vorab habe ich natürlich auch die Starterliste schon studiert und kann mich zudem auf ein Wiedersehen mit vielen Lauffreunden freuen.

So geht`s dann am Samstag vor dem Marathon endlich wieder nach Bad Füssing. Chauffeur ist erneut Charly, auch wenn sein altehrwürdiger Vito inzwischen Geschichte ist. Dankenswerterweise stellt uns sein Arbeitgeber aber ein Auto zur Verfügung, so dass wir bequem und quasi zum Nulltarif anreisen können. Im Parkhotel unweit der Therme beziehen wir am frühen Nachmittag unsere Zimmer und machen uns gleich auf den Weg zur Startnummernausgabe. Hier läuft alles gewohnt reibungslos. In der Cafeteria genehmigen wir uns noch Kaffee und Kuchen, bevor auch gleich unseren ersten Gutschein einlösen. Wenige Minuten später relaxen wir auch schon im wohlig warmen Wasser der Johannesbad Therme und die Vorfreude auf den nächsten Tag steigt von Minute zu Minute.

Die nächsten beiden Gutscheine gehen für die Pasta-Party und ein Freigetränk drauf. Da treffen wir dann auch auf Mario und Beate, die separat angereist sind. Mario konnte dann auch noch einen Tisch bei einem Italiener ergattern, wo wir gemeinsam einen äußerst kurzweiligen Abend verbrachten. Dennoch lagen wir alle zeitig in den Betten, um genügend Kraft für den kommenden Tag zu tanken.

Am nächsten Morgen gönnten wir uns zusammen mit Margot und Klaus Duwe, sowie Toni Lautner noch ein ausgiebiges Frühstück, bevor wir uns auf den Weg zu den Thermen machten. Kaum hatten wir die ersten Schritte vor das Hotel gewagt, begann es auch schon zu schneien. Dicke Flocken machten Lust auf einen echten Wintermarathon. Vor und in den Thermen war auch schon ordentlich was los und für mich war die Zeit fast zu knapp, um mich mit allen Lauffreunden auszutauschen. Für einen kurzen Small-Talk mit Regina Halmich nahm ich mir selbstverständlich Zeit und nachdem sie mir alles Gute für meinen Lauf wünschte, konnte ja nun wirklich nichts mehr schiefgehen. So stand ich dann auch wenig später mit zahlreichen anderen Läufern am Start und konnte es kaum noch erwarten endlich loszulegen.

Die Strecke wurde in den letzten Jahren nicht mehr geändert. Erneut galt es zunächst eine 11-Kilometer-Schleife und im Anschluss eine 10-Kilometer-Schleife zu laufen. Für Iris, die sich nach einer längeren Laufpause für den Halbmarathon entschieden hatte, waren diese beiden Schleifen je einmal zu durchlaufen. Bernie, Charly, Mario und ich dürfen je zweimal durch die Schleifen. Schon nach dem Start wird heute jeder sein eigenes Tempo laufen. Charly will Iris beim Halbmarathon ziehen und danach schauen, wie es läuft. Bernie will es gemütlich angehen lassen und erstmal auf seine geschundenen „Wadln“ horchen. Meine Mission für die erste Runde lautet möglichst viele Fotos für Klaus zu schießen und danach schauen, was noch geht. Mario wird gleich von Beginn an wegziehen, denn das Wort „gemütlich“ ist für ihn eindeutig ein Fremdwort.

 
 
Die Strecke muss ich ja nicht mehr großartig erklären. Die haben Bernie und ich ja in den Berichten der letzten Jahre schon mehrfach beschrieben. Ach ja, an dieser Stelle fällt mir ein, dass Bernie wissen wollte, wie oft ich nun schon in Bad Füssing am Start war. Da ich es nicht mehr genau sagen konnte, habe ich mal nachgezählt. Ich bin das achte Mal dabei. Dreimal lief ich den Halbmarathon und nun stand der fünfte Thermen-Marathon an. Die erste Schleife im Schneetreiben verlief problemlos und ich konnte noch hier und da ein paar Freunde einsammeln und kurz begrüßen. Nach 11 Kilometer überquerte ich das erstmal die Ziellinie wieder und es hatte aufgehört zu schneien. Auf die nächsten 10 Kilometer freute ich mich ganz besonders, da sie landschaftlich schöner ist, als die erste Schleife. Ich kam auch gut voran und war zuversichtlich, auch die zweite Hälfte genießen zu können.

Kurz bevor ich zum zweiten Mal über die Start- bzw. Ziellinie lief, überholte mich der 3-Stunden-Pacer, der erstmals in Bad Füssing eingesetzt war. Dafür holte ich mir auch gleich ein dickes Lob von Klaus Duwe ein. „Wow, stark. Du bist noch am 3-Stunden-Pacer dran. Das wird eine Topzeit!“ Doch ich musste Klaus auch gleich enttäuschen und zugeben, dass ich das Tempo wohl nicht länger halten kann und abreißen lassen muss. Mit einem Lachen im Gesicht konnte ich nun die zweite Hälfte in Angriff nehmen und stellte mich auch gleich auf ein paar einsame Kilometer ein. Auf der dritten Schleife konnte ich mein Tempo gut halten und war somit voll im Plan. Ein kleines Manko hat der Thermen-Marathon nämlich schon und zwar ein Zeitlimit von fünf Stunden. Wenn bei mir alles ideal läuft, bin ich nach 4:30 bis 4:45 Stunden im Ziel, aber sollte es nicht klappen, könnte es hintenraus durchaus eng werden. Als ich auf die letzte Schleife ging, war mir aber schon klar, dass es sich auf alle Fälle ausgehen wird.

So nahm ich auf den letzten 10 Kilometern auch etwas Tempo raus, um diese auch wirklich genießen zu können. Nur auf den letzten anderthalb Kilometer gab ich dann doch richtig Gas. Ich schloss auf einen Mitläufer auf, der mich hinter sich bemerkte und so nach und nach zulegte. Ich ließ aber nicht abreißen und so pushten wir uns gegenseitig. Erst nach dem Zieleinlauf drehte er sich das erste Mal um. „Danke für`s Anschieben!“, waren seine Worte. Ich bedankte mich für`s Ziehen und wir klatschten ab. Das Finale hatte uns beiden Spaß gemacht. 4:37 Stunden hatte ich am Ende auf meiner Uhr und war zufrieden.

Zusammen mit meiner Jubiläums-Medaille machte ich mich auf den kurzen Weg ins Verpflegungszelt, wo ich auch gleich auf Bernie traf. Er war kurz vor mir ins Ziel gekommen und ebenfalls zufrieden. Die Wade hatte gehalten. Wir verschnauften gemeinsam und wollten uns dann ein wohlverdientes Bad in den Thermen gönnen. Zuvor trafen wir noch auf Charly, der etwas geknickt wirkte. Nicht seine Zielzeit war der Anlass dazu. Er wollte sich noch eine Massage gönnen, die ihm jedoch verwehrt wurde, da diese nur in einem zeitlichen Rahmen angeboten wurde, den er knapp versäumt hatte. Im Bad trafen wir dann auch wieder auf Iris, die sich über ein gelungenes Comeback freuen konnte. Da es keiner eilig hatte, verließen wir die Therme erst als wir schon ziemlich verschrumpelt waren. Dabei trafen wir auch auf Mario, der uns von seiner unglaublichen Zeit berichtete und natürlich auch happy war.

So konnten wir uns nach einer kurzen Stärkung gemeinsam auf den Heimweg machen und auf ein wirklich gelungenes Wochenende zurückblicken. Nicht nur das Jubiläum hatte dazu beigetragen. Es hat einfach mal wieder alles gepasst und die Veranstalter des Thermen-Marathons können heute schon mal davon ausgehen, dass sie unsere Namen auch nächstes Jahr wieder in der Starterliste finden werden.
   
 

Mario
Charly
Bernie
Greppi
Iris

3:34:16
4:19:34
4:32:30
4:37:56
2:02:35
 
 
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