23.9.2018 Moskau Marathon
Autor: Charly Berger  
   
Moskau Marathon
 
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Da stehe ich nun im Startblock F vor dem Luzhniki Stadion und warte im Regen bei 12 Grad bis uns der rappende Ansager auf die Strecke durch Moskau schickt. Gestern noch 26 Grad und Sonnenschein und heute Schmuddelwetter. Trotzdem freue ich mich, dass es los geht und ich Moskau erlaufen kann.

In 9 Startwellen werden wir Marathonis vom Stadion an die Moskwa geführt, an der wir nach zwei Kilometern auf die 10-km-Läufer treffen. Zusammen sind wir etwas mehr als 30.000 Läufer, die sich die Highlights von dieser riesigen Stadt erlaufen. Offiziell hat Moskau 15 Mio. Einwohner. Geschätzt nach Insidern sind es 18 Mio. Nach weiteren zwei Kilometern biegen die 10er rechts ab und wir folgen weiter dem Fluss bis uns bei Km 8 die Strecke um Moskau City führt. Das ist das Bürozentrum mit seinen futuristischen Hochhäusern. Ab Km 10 beginnt eine erste Steigung, die nicht steil, aber doch ziemlich lange nach oben führt.

Leider sind, dem Wetter geschuldet, kaum Zuschauer an der Strecke. Die paar Wenigen machen aber mächtig Stimmung. Eine Sehenswürdigkeit nach der anderen entdecke ich an der Strecke. Vorbei am Bolshoitheater, dem Kreml, dem Auswärtigen Amt und dem Gorkipark laufe ich an zahlreichen Prachtbauten vorbei, weiß aber nicht was das alles ist. Auf jeden Fall sind es unzählige! Wieder an der Moskwa, an der es nun wieder ein paar Kilometer entlang geht, sehe ich auf der gegenüberliegenden Flussseite Kilometertafel 36. Und da läuft gerade der Führende vorbei! Ich bin gerade mal bei Km 20. Also den hole ich nicht mehr ein. Bin aber voll im Soll mit meinem 6er Schnitt. Ich weiß, Basia und Margot verfolgen mich daheim im Web und wissen genau wo ich mich gerade befinde. Das spornt natürlich an.

Der Regen lässt etwas nach und bei Km 35 spüre ich, dass ich mit dem welligen Gelände doch etwas Körner verloren habe. Doch je näher ich dem Ziel komme, werden auch die Zuschauer mehr. Und die heizen mich richtig an. Mit „dawei, dawei“, Schulter klopfen und einem Lächeln im Gesicht werde ich sowas von angetrieben, dass es eine Freude ist und ich in 4:24:23 über die Ziellinie fliege. Ich erhalte eine große, schwere Medaille, Getränke und ein Fresspaket. Und immer umringt von glücklichen Finishern.
Ich bin begeistert von dieser tollen Stadt mit seinem Marathonkurs, der nicht durch Industriegebiete und öden Wohngebieten führt, sondern immer ein Highlight nach dem Nächsten bietet. Der schönste Stadtmarathon meiner bisher gelaufenen. Und das für 30 Euro Startgebühr!

Fazit: Ein Stadtmarathon, der schöner kaum sein kann. Die Menschen, so freundlich und hilfsbereit und eine Stadt, so sauber und sicher wie ich noch keine andere gesehen habe.

Bedanken muss ich mich noch bei Peter und Sascha, die beiden Reisebegleiter von „Grosse Coosmann laufen weltweit“, die mir und der Reisegruppe so viel geboten und gezeigt haben. Mit viel Freundlichkeit und Wissen haben die beiden aus einer Laufreise eine Erlebnisreise gemacht

 
 

 

Charly Berger

4:24:23  
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