22.9.2019 Natur.Vielfalt.Marathon
Autor: Bernie Manhard
 
 
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Wenn man sich dafür interessiert, wird man auf Facebook des Öfteren auch auf neue Events hingewiesen. Greppi ist so die Teilnahme am Natur.Vielfalt.Marathon in Tännesberg schmackhaft gemacht worden und er hat in schnell in seine Terminliste aufgenommen. Mein nächster Ultra in Heidelberg hat ein recht enges Zeitlimit als Vorgabe, so benötige ich nach meinem, verletzungsbedingten 3-monatigen Trainingsausfall dringend noch ein paar anspruchsvolle, vor allem aber längere Trainingsläufe. Seit ein paar Wochen bin ich wieder fit, was liegt da näher, als mich Greppi anzuschließen. Die hügelige Strecke durch den Naturpark Oberpfälzer Wald schreit geradezu bezwungen zu werden.

Ein paar Kilometerchen müssen wir dafür schon zurücklegen. Gut 20 km entfernt von der Grenze zu Tschechien liegt die Marktgemeinde Tännesberg. zwischen den ehemaligen Reichstätten Eger (Tschechien) und Regensburg. Seit über 30 Jahren fördert die Gemeinde Tännesberg den Natur- und Artenschutz, was ihnen den Titel „erste Biodiversitätsgemeinde Deutschlands“ eingebracht hat. Ich kann damit nicht viel anfangen, aber Google ist schlau. Kurz und knapp: Biodiversität ist ein Maß für die qualitative, quantitative und funktionelle Vielfalt des Lebens in einem bestimmten Gebiet.

Passend dazu werden im Umkreis einige Produkte angeboten, die den Artenreichtum der Region wiederspiegeln. Da wären Rebhuhn-Zoigl (untergäriges Bier, nach althergebrachter Weise gebraut), Backwaren, Streuobst und bunte Kartoffeln. Als ganz besonderer Genuss wird das zarte Fleisch des Tännesberger Rotviehs empfohlen. Das lassen sich Greppi und ich nicht zweimal sagen, wir lassen uns zum Abendessen einen Zwiebelrostbraten vom Rotvieh servieren und sind restlos begeistert.

Natürlich tragen wir auch beim Marathon einen Teil zum Umweltbewusstsein bei. Um die Natur zu schützen, werden wir gebeten, auf der gesamten Strecke keinen Müll zu hinterlassen. Das ist eigentlich eh Ehrensache. An den Versorgungsstationen werden nur Einwegprodukte aus nachwachsenden und biologisch abbaubaren Rohstoffen verwendet, also kein Plastik.

Idyllisch gelegen ist der gesamte Event-Bereich am Naturfreibad Bursweiher, etwa einen Kilometer von der Ortschaft entfernt. Eine Stunde vor dem Start ist hier noch nicht sonderlich viel los und mit 8 Grad und einem frischen Wind recht schattig. Neben Marathon & Staffelmarathon steht noch ein Halb- und ein Viertelmarathon auf dem Programm. Recht überschaubar ist das Starterfeld beim Marathon, etwa 30 LäuferInnen stehen zum Start um 8.30 Uhr bereit. Kurz vorher bekommen wir noch eine kleine Einweisung. Zwei Runden gilt es für uns zu laufen, wobei jede Schleife mit einer Runde um den Bursweiher abzuschließen ist. Das besondere an der Streckenführung: wir werden auf die zweite Runde in die entgegengesetzte Richtung geschickt. Auf der ersten Runde müssen wir Marathonis den Hinweisschildern des Halbmarathon folgen. Insgesamt beinhaltet der Kurs ca. 600 Höhenmeter.

Der Böllerschütze hat nur eine Viertel Ladung ins seinem Abschussgerät, das geht fast etwas unter. Trotzdem starten alle pünktlich. Nach zwei Kilometern Landstraße geht es für uns rechts ab und wir verschwinden für den Rest im Oberpfälzer Wald, wo es sich auf den nachfolgenden 5 km bereits kontinuierlich nach oben zieht, über 150 Höhenmeter beinhaltet der erste Anstieg gleich zu Beginn. Die Steigung ist mäßig, aber über die Länge spürt man das dann schon in den Beinen, so dass bereits einige in den Wanderschritt verfallen. Die ersten beiden, der eine halbe Stunde nach uns gestarteten Halbmarathonläufer überholen mich nach 1 Stunde 15 Minuten. Nach 14 km geht es für uns abschnittsweise auf Langlaufrouten, die hier im Winter regelmäßig gespurt werden.

Außer dem Wald gibt es hier keine nennenswerten Aussichten oder landschaftliche Sehenswürdigkeiten zu bewundern, einfach nur Oberpfälzer Wald pur. Die einzigen, die für Abwechslung sorgen, sind die Viertelmarathonis, sie kommen uns entgegen. Später folgen dann noch die vor mir liegenden Marathonis. Nach gut 20,5 km sind wir wieder am Startplatz zurück. Den Abschluss bildet eine etwa 800 m langen Runde um den Bursweiher. Somit ist der Gesamtkurs etwas länger als die klassischen 42,195 Meter. Ich bin recht zufrieden, es läuft gut und in 2:15 Std. absolviere ich den ersten Abschnitt. Die Temperaturen sind jetzt mit etwa 15 Grad sehr angenehm, so lege ich meine Weste und Ärmel beim Zieldurchlauf ab.

Die zweite Runde beginnt gleich mit einigen strengeren Anstiegen. Janosch kommt mir nach etwa zwei Kilometern entgegen, Greppi habe ich verpasst, er war etwas hinter mir auf der Runde um das Naturfreibad, so sind wir uns nicht begegnet. Eigentlich wollte ich versuchen, alle Anstiege zu laufen, sie kosten aber doch zu viel Kraft, die ich mir für Heidelberg aufspare, sodass ich ein paar Walking-Einlagen vorziehe und damit meinen Schnitt nicht mehr ganz halten kann. Nach 4:49 h komme ich ins Ziel und bin voll zufrieden. Das passt. Mein Ziel waren die Sub 5.

Im Ziel warten bei herrlichem Sonnenschein noch ein großes Kuchenbüffet mit ganz außergewöhnlichen Kreationen auf uns und ein veganer Linseneintopf mit Nudeln. Abschließend nützen wir noch die zwei Freiluftduschen mit etwa 12 Grad vom Naturfreibad. Ein sehr schönes Naturerlebnis liegt hinter uns.

 
 
 
Bernie
Greppi
Jan
4:49:42
5:09:15
5:46:41
 
 
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