1.3.2020 Neckarufer Marathon  
Autor: Bernie Manhard    
     
 
2020

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Der Neckar entspringt bei Schwenningen, schlängelt sich durch Schwarzwald und Schwäbische Alb und mündet nach 367 km bei Mannheim in den Rhein. Zwischendrin, in Höhe Bad Cannstatt, Max-Eyth-See bis Schleuße Aldingen, wird auf einem Abschnitt von etwa 10 km Länge auf zwei identischen Runden, wechselweise mal links, mal rechts der Neckarufer Marathon ausgetragen.

Zum 6. Mal wird der Neckarufer Marathon heuer ausgetragen. Organisator Michael Weber hat die Startplätze heuer nochmals erhöht. 170 Plätze werden vergeben, sind aber auch bereits nach 3 1/2 Tagen wieder vergriffen. Viel mehr sollen es auch nicht mehr werden, um eine flüssige Abwicklung der Veranstaltung zu gewährleisten.
Eine Woche vor dem Marathon wurden nochmals 10 Reserveplätze vergeben, so bekamen auch einige Läufer*innen noch einen Startplatz, die eigentlich in Tokio oder Bologna laufen wollten, was das Corona-Virus aber leider verhinderte. In der letzten Februarwoche hagelte es aber unerwartet viele Absagen (ob wohl manch einer vor einer Corona-Ansteckung Angst hatte?), heute werden dann noch 153 Läufer*innen an den Start gehen.

Unweit des Max-Eyth-Sees ist der Treffpunkt und zugleich Start- und Zielplatz. Das Gelände wurde 1961 unter Landschaftsschutz gestellt und dient heute den Stuttgartern als Naherholungsgebiet. Zwei größere Parkplätze, je etwa einen Kilometer vom Startort entfernt, lassen für Charly, Greppi und mich erst gar keinen Stress aufkommen. Am Sonntagfrüh sind sie noch schwach frequentiert.

Wir haben den Lauf mittlerweile besonders lieb gewonnen, sind seit vier Jahren regelmäßig mit dabei. Eigentlich für uns schon fast ein Pflichttermin, wir treffen uns mit unseren zahlreichen Lauffreunden*innen aus dem „Süden“. Dazu kommen noch die schöne Strecke und die großzügige Sollzeit, sie machen ihn zu einem idealen Saisonbeginn, auch wenn die Form vielleicht noch nicht auf dem Höhepunkt ist. So ist der Neckarufer Marathon für uns meistens auch nicht viel mehr wie ein schöner Trainingslauf unter Freunden.

Am Samstag zog noch ein heftiges Gewitter über Stuttgart und bewässerte die Laufstrecke ganz ordentlich. Aber der Wettergott hat für heute doch ein Einsehen und beschert uns zum Start sonniges Laufwetter, einzig der Wind könnte für ein paar Unannehmlichkeiten sorgen. Um Punkt 9 Uhr wird Richtung Norden gestartet.
Nach einem Kilometer passieren wir das alte Fährhaus in Hofen. Recht unscheinbar liegt es direkt neben der Laufstrecke, beachtet wird es von keinerm. Von hier legte einst in regelmäßigen Abständen eine kleine Fähre ab, um Menschen, Tiere und Material auf das gegenüberliegende Ufer zu bringen. Bis 1934 war dies der einzige Weg, um auf die andere Seite zu gelangen.

Mit Rückenwind erreichen wir nach 5 Kilometern die Schleuße Aldingen. Der erste Verpflegungsstand am Ende der Brücke bietet uns die Möglichkeit eines zweiten Frühstücks. Auf der gegenüberliegenden Neckarseite geht es auf dem Neckartal-Radweg wieder zurück bis zum Vier-Burgen-Steg (km 9), wo wir wieder auf die andere Flussseite wechseln und wenig später auch die erste Hälfte von Runde 1 an Start- und Ziel beenden. Greppi und Kati schließen wieder auf, nachdem sie anfangs etwas getrödelt haben. Charly hat sich nach vorne abgesetzt.

 
 
 

Gemeinsam geht’s zwischen Max-Eyth-See und Neckar weiter. Etwas aufpassen muss man immer auf die Gänse und Schwäne, die gibt‘s hier zahlreich. Neben dem See haben wir ein ganz kurzes Begegnungsstück mit U-Turn zu absolvieren, damit wir auch exakt auf unsere 42195 Meter kommen. Ein Highlight ist sicher die „Golden Gatele“, die Konstruktion ähnelt ihrer berühmten Namensgeberin in San Francisco. Und wie wir jetzt auch von Greppis Bericht wissen, kann sie auch mal zum Tatort werden, die TV-Präsenz hat sie vermutlich ihrer Attraktivität zu verdanken. Sie macht schon was her.

An manchen Abschnitten pfeift uns der Wind ganz ordentlich entgegen und als Kontrast strahlt auch mal die Sonne so kräftig, dass einem richtig warm wird. Unten im Fluss kann man heute viele Ruderer ausmachen, sie nützen wohl auch schon die ersten Frühlingsboten. Ohne weitere Flussüberquerung geht es rechtsseitig runter bis zur Wilhelmsbrücke (km 15,5) in Bad Cannstadt. Zwischendrin natürlich mit unserem obligatorischen Fotostopp zum „Raketenfoto“.

Auf Höhe Theaterschiff erfolgt die Wende. Dienstags bis sonntags öffnen sich die Schotten der „Frauenlob“. Sechs komödiantische Eigenproduktionen pro Jahr kommen hier zur Aufführung. Dienstagabends entern Kabarettisten und Kleinkünstler die Piano Bar der Frauenlob. Sie ist 67 m lang, 8 m breit und bietet Platz für 156 Gäste an Bord, dazu bietet sie noch ein Sonnendeck mit Freiluftcafé.

Entlang der Stuttgarter Weinberge „Cannstadter Zuckerle“ geht es zurück zum Startplatz. Wegen des günstigen Klimas sind die Weinlagen eine der besten in Württemberg. Der Bau der Natursteinterrassen wurde bereits im 11. Jahrhundert begonnen. Mittlerweile hat es sich wieder ziemlich zugezogen. Kurz bevor wir in die Parkanlagen des Max-Eyth-See einbiegen, dürfen wir ausnahmsweise einmal, fast auf Uferhöhe, eine Brücke unterqueren. Einen guten Kilometer nach der Aubrücke ist Halbzeit. Wir genehmigen uns eine mehrminütige Pause an der Labe bevor wir weiterziehen. Mir ist das Tempo etwas zu langsam, darum setzte ich mich von Kati und Greppi ab und absolviere alleine meine weitere Runde.

Zurück am Startplatz wartet bereits Charly auf mich. Er hat „Fuß“, die Plantarsehne schmerzt, daher hat er es vorgezogen nach 31 km zu beenden. Im Hinblick auf Barcelona in zwei Wochen möchte er kein Risiko eingehen. Schade, aber verständlich, dafür bietet sich der Neckarufer Marathon auch bestens an. Ich halte mich diesmal nicht länger auf, da auch Greppi und Kati nicht in Sichtweite sind und ziehe schnell weiter. Meine Beine laufen heute auch nicht besonders, daher will ich es lieber schneller hinter mich bringen.

Nach der Wende an der Willhelmsbrücke beobachte ich intensiv die gegenüberliegende Uferseite. Mich würde interessieren, wie weit Greppi zurückliegt. Ich kann ihn aber nicht ausmachen. Zu meiner Überraschung wartet er bereits im Ziel als ich ankomme. Er hat’s Charly gleichgetan und ist nach seiner langen Erkältungspause ebenso nach 31 km ausgestiegen. Somit hält unsere Serie an. In allen drei gemeinsamen Marathons 2020 ist immer nur einer von uns dreien die komplette Distanz gelaufen. Das sollte sich im Laufe des Jahres aber wieder bessern.

 
   
 
Bernie
5:16:01
 
 
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