11.1.2020 Silvia Konheiser Gedächtnismarathon  
Autor: Andreas Greppmeir    
     
 
2020

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Alle zwei Jahre veranstalten die Naturwanderfreunde Haspelmoor Mitte Januar einen Wandermarathon. In Gedenken an Silvia Konheiser, langjähriges Vorstandsmitglied und treibende Kraft bei der Organisation der Wandermarathons, die im Juli 2018 verstarb, findet heuer der „Silvia Konheiser Gedächtnismarathon“ statt. Wie schon in den vergangenen Jahren wollen Bernie, Charly, Jan und ich den Wandermarathon laufend unter die Füße nehmen und so warte ich am frühen Morgen auf meine Lauffreunde und freue mich auf einen gemeinsamen langen Lauf.

Als Charly vorfährt und ich einsteige, fällt mir sofort auf, dass Jan nicht an Bord ist. Jan hat Arbeit und fällt damit aus. Charly erklärt, dass er heute nur den Halbmarathon laufen wird. Charly hat Rücken. Auch Bernie will nur den Halben laufen. Bernie hat eine Erkältung. Kurz zögere ich. Ich entscheide mich aber dann doch dafür den Marathon zu laufen. Darauf bin ich eingestellt und hab mir heute auch nichts anderes vorgenommen. Es bleibt nicht viel Zeit, um uns zu unterhalten, denn keine viertel Stunde später parken wir auch schon in Hattenhofen ein und begeben uns in die Sporthalle, um uns dort anzumelden. Wir studieren noch kurz den Streckenplan, denn auch heuer gibt es wieder eine neue Strecke. Die ersten 12 Kilometer können wir gemeinsam laufen, bevor sich die Halbmarathon- und Marathonstrecke trennt. Da Bernie und Charly nur einen lockeren Trainingslauf machen wollen, will ich versuchen mit ihnen bis zur Streckenteilung gemeinsam zu laufen.

Nach einem gemeinsamen Foto geht es um kurz vor 8 Uhr also los. Wir traben gemeinsam los und sind schon mal verwundert, dass wir heute in die entgegengesetzte Richtung laufen dürfen. Die neue Strecke macht sich also schon auf den ersten Metern bemerkbar. Nur ein paar hundert Meter laufen wir durch Hattenhofen und schon finden wir uns auf einem Feldweg wieder. Nur etwas über zwei Kilometer müssen wir laufen, bis wir die erste Kontrollstelle erreichen. Wir sind beim „Fuchs“, wie wir diese Kontrollstelle getauft haben. In der Hütte hat uns schon bei unserer ersten Teilnahme ein ausgestopfter Fuchs mit Trachtenhut amüsiert. Wir holen uns den ersten Stempel auf unserer Kontrollkarte ab und weiter geht`s ins Moor. Leider nicht an der schönsten Strecke, aber dennoch mit sehr viel Natur um uns herum. Die Stimmung bei uns ist gut und schon bald haben wir die Orientierung verloren. Die Strecke ist aber perfekt ausgeschildert und es gibt keinerlei Probleme den richtigen Weg zu finden.

Wir erreichen bald Althegnenberg und damit die nächste Kontrollstelle. Neben dem Stempel holen wir uns auch einen Becher Tee und laufen weiter an der Bahnlinie entlang in Richtung Haspelmoor. Schließlich biegen wir nach rechts in den Wald und laufen eigentlich den schönsten Teil der Strecke. Ein wunderbarer Trail schlängelt sich durch den Wald und wir haben jede Menge Spaß. Das gemeinsame Tempo fühlt sich gut an und ich kann locker mit Bernie und Charly mithalten. Aber irgendwann erreichen wir dann doch Kilometer 12 und ein farbenfrohes Schild weist uns darauf hin, dass wir uns nun verabschieden müssen. Nur noch ein kurzes gemeinsames Selfie und dann heißt es für mich die kommenden 30 Kilometer allein unter die Füße zu nehmen.

 
 

Nun liegt läuferisches Neuland vor mir. Ein gut 15 Kilometer lange Runde über Oberschweinbach, Hanshofen und Längenmoos gilt es nun laufen, bevor ich wieder zurück nach Mammendorf komme. Ich verlasse Mammendorf über Nannhofen und laufe am Lotzbeck`schen Gut vorbei und habe dort einen wirklich schönen langen Anstieg vor mir. Diesen bewältige ich natürlich marschierend. Ab nun geht es ziemlich wellig weiter.

Viele kraftzehrend Anstiege liegen vor mir und ich bin nun ganz froh, dass ich mit Charly vereinbart habe, dass er etwa sechs Stunden nach dem Start in Hattenhofen auf mich warten soll. Kurz nach Oberschweinbach überholt mich mein M4Y-Kollege Toni Lautner, der auch Stammgast bei den Naturwanderfreunden Haspelmoor ist. Wir tauschen uns kurz aus und erreichen eine SB-Kontrollstelle. Toni drückt mir den Stempel auf meine Kontrollkarte und nach einem gemeinsamen Foto zieht er mir natürlich davon. Auch wenn der Teeranteil auf dieser Schleife gegenüber der ersten Runde deutlich zunimmt, gefällt mir dieser Abschnitt besonders gut. Ich bin stets von Wald umgeben, laufe oft auch hindurch und habe immer wieder teils giftige Anstiege vor mir. Rund 300 Höhenmeter sind dabei zu bewältigen.

Weitere Kontrollstellen durchlaufe ich in Hanshofen und Längenmoos und erreiche schließlich Mammendorf wieder. Diesmal ratsche ich mit Rita etwas länger und gönne mir wieder meine Pause auf der Bierbank. Ein letzter Becher Tee und es geht auf den letzten fünf Kilometern zurück nach Hattenhofen. Die sind jetzt tatsächlich etwas zäh, bin ich doch schon ziemlich lange unterwegs. Aber ich habe keinerlei Bedenken, es problemlos zurück ins Ziel zu schaffen. So ist es schließlich auch. Zurück in der Halle tausche ich mich noch kurz mit Christian aus, verewige mich im Kondolenzbuch für Silvia und nehme meine Urkunde und meinen neuen Aufnäher in Empfang. Charly wartet auch schon auf mich und ich erzähle ihm noch kurz von meinen Erfahrungen, bevor er mich nach Hause fährt. Mir hat der 6. Internationale Wintermarathon, wie er eigentlich heißen müsste, wieder sehr viel Spaß gemacht und spätestens im kommenden Jahr bin ich wieder beim Halbmarathon in Haspelmoor mit dabei.

 
     
     
   
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