11.09.2021 Oktoberfest Marathon
Autor: Andreas Greppmeir
 
 
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Vergangenes Jahr hatte Andreas Bettingen die geniale Idee, auf der verwaisten Theresienwiese einen Oktoberfest Marathon zu laufen. Vier Runden um die Wiesn und den angrenzenden Westpark bieten Abwechslung und mit rund achtzig Höhenmetern pro Runde auch was für die Oberschenkel. Bernie hatte schon letztes Jahr wunderschöne Medaillen angefertigt, von denen er aber nur wenige an den Mann bzw. an die Frau bringen konnte. Lediglich vier Teilnehmer waren es bei der Premiere. Selbst Andreas war dank eines Infekts nicht dabei. Es waren also noch genügend Medaillen für eine Wiederholung übrig und das Umgestalten auf 2021 war laut Bernie kein Problem. Damit waren wir uns schon wenige Minuten nach dem Zieleinlauf einig, dass es eine zweite Auflage geben wird.

Das Teilnehmerfeld für den diesjährigen Marathon hat sich um sage und schreibe fünfzig Prozent vergrößert. Neben Judith, Bernie und Axel stehen noch drei andere Asse am Start. Gut, dass es mit Andreas, Andy und Greppi keinerlei Verwechslungsgefahr gibt. Auch wenn das Teilnehmerfeld übersichtlich ist, handelt es sich beim Oktoberfest Marathon wohl um einen der sichersten Marathons überhaupt. Ein massives Polizeiaufgebot erwartet uns, als wir auf der Theresienwiese einparken. Eine größere Demo gegen die Internationale Automobilausstellung ist der Grund hierfür. Doch die Demonstranten werden uns heute nicht stören. Wir ziehen einen Nutzen aus der Situation. Die Runden um die Wiesn sind nicht ganz so eintönig und wir haben zeitweise sogar musikalische Unterhaltung.

Um halb elf wird gestartet und wir machen uns rechtzeitig auf den Weg in Richtung Esperantoplatz. In dessen Nähe wird gestartet und erst einmal eine kleine Schleife in Richtung Bavaria gelaufen. Während Andreas ein paar Worte zur Strecke verliert, zeichnet er mit einer Kreide - unter Aufsicht des Unterstützungskommandos Dachau - die Startlinie auf den Teer. Für ein gemeinsames Gruppenfoto nutze ich meine Beziehungen und spanne einen der USK‘ler als Kameramann ein. Die Frage nach dem Startschuss verkneife ich mir, dennoch will das USK gerne das Startsignal übernehmen, was jedoch leicht daneben geht. Wir zählen gemeinsam von drei runter und laufen los. Nach den ersten paar Metern ertönt auch schon das Hupsignal der Polizei. Ich bedanke mich trotzdem und laufe in Richtung Bavaria. Unsere beiden Schwaben im Feld sind interessiert und so geben Bernie und ich unser Wissen über die Statue, sowie die Ruhmeshalle zum Besten. Nach einer kurzweiligen Runde um die Theresienwiese entschwinden wir durch eine Unterführung in Richtung Westpark.

Die erste Runde laufen wir gemeinsam. Andreas hat die Strecke zwar mit Kreidepfeilen markiert, diese hat der Regen aber wieder weggewaschen. Apropos Regen. Bei unserem Start ist es trocken, aber etwas Regen im Laufe der vier Runden ist sehr wahrscheinlich. Vorbei am Verkehrszentrum des Deutschen Museums nähern wir uns dem Westpark. Ich habe die Runde ja schon letztes Jahr ausgiebig beschrieben und an ihr hat sich auch nichts geändert. Gemeinsam drehen wir unsere Runde. Judith und Andreas geben von Anfang zu verstehen, dass sie heute etwas langsamer unterwegs sein werden. Zwei Marathons in Riga und Bratislava innerhalb der letzten beiden Wochen haben Kräfte gekostet und so geht es heute etwas langsamer voran. Ich selbst habe nach der ersten Runde das Gefühl, dass es heute ganz gut laufen könnte und so drehe ich Runde Nummer Zwei mit Axel. Bernie und Andy ziehen leicht davon. Nach der zweiten Runde ist ein kleiner Verpflegungsstopp an den Autos eingeplant, den wir jedoch nicht unnötig ausdehnen.

Die dritte Runde starten wir wieder als Quartett. Lediglich Judith und Andreas bleiben erwartungsgemäß etwas zurück. Im Westpark passieren wir mehrere Biergärten und so keimt bei uns die Idee eines Boxenstopps auf. Am Ende der dritten Runde soll es so weit sein. Diese Aussicht motiviert und wir kommen gut voran. Axel lässt sich etwas zurückfallen und so bilde ich gemeinsam mit Bernie und Andy das Führungstrio. Der Biergartenbesuch scheint uns aber nicht vergönnt, denn im westlichen Teil des Westparks beginnt es zunächst leicht, schließlich etwas fester zu regnen an. Wir sind bald klatschnass, was bei Temperaturen um die zwanzig Grad aber nicht unangenehm ist. Der Boxenstopp fällt dennoch ins Wasser.

Als wir die Theresienwiese wieder erreichen, schließt der Himmel wieder seine Schleusen und wir bremsen noch einmal bei unseren Autos rein. Ein trockenes Lauf-Shirt gibt mir gleich ein besseres Gefühl und die finale Runde steht an. Ich fühle mich immer noch gut und habe lockere Beine. Da Bernie am nächsten Tag noch zwei Runden beim Friedberger Halbmarathon drehen will, ist mit einer Tempoverschärfung seinerseits nicht zu rechnen. Auch Andy hat kein Interesse an der Temposchraube zu drehen und so laufen wir ziemlich entspannt die letzte Runde. Gemeinsam bringen wir sie auch zu Ende und freuen uns auf Bernies Kunstwerke. Ich entscheide mich in diesem Jahr für eine rosafarbene Medaille. Die blaue habe ich schon im Vorjahr mit nach Hause gebracht.

Nach und nach trudeln dann auch Judith, Axel und Andreas in eben dieser Reihenfolge ein. Nach ein paar weiteren Erinnerungsfotos wollen wir noch gemeinsam ins Bad gehen. Ins Bad gehen wir aber nicht zum Planschen, sondern auf ein Augustiner. 1894 wurde das denkmalgeschützte Gebäude der heutigen Gaststätte „Das Bad“ errichtet. Als Tröpferlhaus diente es den Anwohnern der Schwanthalerhöhe als öffentliches Brausebad. Später, als die Bevölkerung selbst über Bäder verfügte, wurde das Bad zur öffentlichen Bedürfnisanstalt, sprich zur Toilette, umfunktioniert. Nach längerer Restaurierungszeit wurde vor drei Jahren schließlich „Das Bad“ eröffnet. Wir lassen den Tag hier ausklingen und eigentlich ist es schon so gut wie ausgemacht. Auch wenn es nächstes Jahr wieder ein Oktoberfest geben sollte, einen Oktoberfest Marathon wird es dann wohl trotzdem wieder geben. Vielleicht zu einer anderen Zeit, aber sicher am selben Ort.

   
 
 
5:52:11
5:52:11
Bernie
Greppi
 
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